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Keine Angst vor Hunden






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Christian Bachmann

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Die meisten Hunde sind nicht gefährlich. Vorsicht ist trotzdem angebracht. Wer auf Angriffe ruhig und ohne Panik reagiert, kann sich vor Verletzungen schützen.

Ein grosser, kräftiger Hund nähert sich bellend. Was tun? Die erste Regel lautet: Still angewurzelt stehen bleiben wie ein Baum in der Landschaft und den Hund wie Luft behandeln, das heisst, den Blick irgendwohin richten, nur nicht auf den Hund. Blickkontakt und Bewegungen steigern die Aggression des Hundes; Wegrennen weckt den Verfolgungstrieb des Jägers gegenüber seiner Beute.

Ein stillstehender Mensch jedoch, der den Hund nicht beachtet, macht sich selber für den vierbeinigen Angreifer höchst uninteressant. Der Hund wird entweder eine Weile weiterbellen und dann, wenn nichts passiert, wegtrotten, oder er nähert sich kurz und beschnuppert den Menschen. Sobald sich der Hund wieder entfernt, kann auch der Mensch langsam weitergehen, und nichts ist passiert.

Mit Kindern üben

Es ist wichtig, die Grundregeln im Umgang mit Hunden ebenso einzuüben, wie man das Überqueren einer Strasse übt: Nicht in die Augen schauen, nicht unerwartet berühren, nicht schreien oder necken, still stehen bleiben und nicht wegrennen usw.

«Wir besuchen mit unseren Hunden oft Schulklassen», sagt Peter Cavadini von REDOG. «Dabei wollen wir den Kindern auch den Umgang mit Hunden zeigen. Es ist aber ebenso die Aufgabe des Hundeführers, seinen Hund an Kinder zu gewöhnen. Will ein Kind seinem Kameraden den Hund des Vaters zeigen, birgt dies ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial. Normale Hunde verteidigen Kinder.»

Hundehalter dürfen von Kindern kein richtiges Verhalten im Umgang mit Hunden erwarten. Fazit: Den Hund mit fremden Kindern nie ohne Aufsicht lassen.

Angriffen vorbeugen

Die meisten Angriffe von Hunden lassen sich durch richtiges Verhalten vermeiden. Hunde sind soziale Wesen, die bestrebt sind, ihr Revier zu verteidigen. Dieser Trieb ist besonders stark bei angeketteten Hunden, in der Nähe ihrer Behausung oder unterwegs in der Nähe ihrer Begleiter. Anstarren, schnelle Bewegungen und eine Hand oberhalb seiner Augen betrachtet ein Hund als Drohung oder Angriff und wird deshalb oft aggressiv darauf reagieren – durch Bellen, Knurren, hochgezogene Lefzen und gesträubte Haare. Ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt, hat übrigens nicht unbedingt Freude, sondern zeigt eine innere Erregung, die auch aggressiv sein kann.

Zehn Regeln im Umgang mit Hunden

  • Sich nicht einem fremden Hund nähern.
  • Einem Hund nie in die Augen schauen.
  • Einen angeketteten oder schlafenden Hund nie berühren.
  • Einen Hund nie necken.
  • Einem sich nähernden Hund die geschlossene Faust hinhalten, damit er daran schnuppern kann.
  • Sich einem Hund immer von der Seite nähern, nie von vorn oder hinten.
  • Einen Hund nie streicheln, dessen Besitzer nicht in der Nähe ist. Immer um Erlaubnis fragen. Sich zuerst vom Hund beschnuppern lassen.
  • Einen fremden Hund unter dem Kinn streicheln, nicht über den Augen oder am Rücken.
  • Nähert sich ein aggressiver Hund, stets wie angewurzelt stehen bleiben.
  • Wird man von einem grossen Hund zu Boden geworfen, rolle man sich auf den Bauch und schütze die Ohren mit den Händen.

Erziehungsregeln

Es gibt keine aggressiven Hunderassen, sondern nur Erziehungsmethoden, die Hunde aggressiv machen. Grosse Hunderassen wie Rottweiler, Pitbull oder Deutsche Schäfer sind allerdings gefährlicher als kleine, denn wenn sie zubeissen, sind die Verletzungen grösser. Hundehalter können dazu beitragen, dass ihr Hund weniger geneigt ist, fremde Menschen anzugreifen, indem sie

  • dem Welpen im Spiel die Schmerzgrenze des Menschen deutlich signalisieren;
  • dem Hund beibringen, aufs Wort zu gehorchen und Gegenstände, die er im Maul trägt, auf Befehl freizugeben;
  • dem Hund beibringen, nicht zu knurren, wenn der Mensch ihm sein Futter wegnimmt;
  • mit ihrem Hund nicht aggressiv spielen, das heisst nicht grob raufen oder «Seilziehen», wobei der Hund sich in Gegenstände verbeisst und versucht, nicht mehr loszulassen.

© Christian Bachmann

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