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Wie entsteht Aids?






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Christian Bachmann

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Der Erreger ist ein Virus. Sein Name ist HIV. Es greift die körpereigene Abwehr an.

Aids ist eine Infektionskrankheit. Dies bedeutet, dass ein Krankheitserreger in den Körper eindringt und die Gesundheit beeinträchtigt. Der Erreger von Aids ist ein Virus, genannt HIV (abgekürzt für «Human Immunodeficiency Virus» =menschliches Immunschwäche-Virus). Wie der Name sagt, schwächt HIV das Immunsystem, also die körpereigene Abwehr gegen Krankheiten. Dies geschieht äusserst langsam, im Laufe von Jahren. Unmittelbar nach der Ansteckung, ja sogar Monate bis Jahre danach, ist unter Umständen nichts zu spüren.

HIV sind winzig - tausendmal kleiner als eine Haaresbreite. Wie jedes Virus ist auch HIV kein eigentliches, selbständiges Lebewesen. Es kann sich nur im menschlichen Körper und dort nur in ganz bestimmten Zellen vermehren. Es gelangt auch nur in besonderen Situationen von einem Menschen zu einem anderen.

Gegen Viren und andere Krankheitserreger, die in den menschlichen Körper eindringen, besitzt dieser ein kompliziertes Abwehrsystem. Es besteht unter anderem aus verschiedenen Zellen. Viele davon sind weisse Blutkörperchen. Sie verteilen sich mit dem Blut im ganzen Körper, spüren Eindringlinge auf und bekämpfen sie.

Ein Krankheitserreger mit Tarnkappe.

Es gibt verschiedene Arten von weissen Blutkörperchen. Einige sind darauf spezialisiert, eingedrungene Krankheitserreger zu erkennen, anzugreifen und zu beseitigen. Andere überwachen und steuern die verschiedenen Abwehrzellen. Aids-Erreger haben es ausgerechnet auf diese Steuerzellen des menschlichen Immunsystems abgesehen. Sie dringen in diese Zellen ein, vermehren sich darin und befallen nach und nach immer mehr davon. Mit der Zeit legen sie so das ganze Immunsystem lahm. Da HIV sich in den erwähnten Zellen versteckt und tarnt, bleibt es weitgehend unangreifbar. Es kann auch jahrelang untätig bleiben.

HIV verursacht im Körper jahrelang keine Beschwerden. In dieser Zeit vermehrt sich das Virus aber weiter, und zwar ausschliesslich in lebenden Zellen. Solche Zellen sind vor allem im Blut, in der Samen- und in der Scheidenflüssigkeit zu finden. Viel seltener kommen sie im Urin, im Speichel, in Tränen und in der Muttermilch vor. Nur Körperflüssigkeiten, die viele HIV-befallene Zellen enthalten, können ansteckend sein, wenn sie direkt ins Blut oder auf eine empfindliche Schleimhaut gelangen.

Die Aids-Krankheit und ihr Verlauf:

Einige Tage bis wenige Wochen nach der Ansteckung können grippeähnliche Beschwerden auftreten. Sie gehen rasch vorüber. Dann folgt eine beschwerdefreie Phase, die bei einzelnen Personen unterschiedlich lange dauert. Angenommen, hundert Personen seien HIV-positiv. Dann treten innerhalb von zwei Jahren im Durchschnitt bei einer Person erste Krankheitszeichen auf, nach fünf Jahren bei zehn Personen, nach zehn Jahren bei fünfzig Personen. Wieviele Personen insgesamt erkranken werden, ist unsicher. Möglicherweise werden es die meisten sein.

Eine Infektion mit HIV macht sich mit schmerzlosen Schwellungen der Lymphknoten an verschiedenen Körperstellen bemerkbar. Später können Fieber, nächtliche Schweissausbrüche, Durchfall und starker Gewichtsverlust dazukommen. Noch später folgen schwere Infektionen der Lunge, des Darms, der Hirnhäute und des Gehirns. Auch Haut und Schleimhäute sind fast immer befallen. Verursacher sind verschiedene Bakterien, Viren und Pilze - für Menschen mit gesunder Abwehr normalerweise harmlos, für Aids-Kranke mit geschwächter Abwehr dagegen lebensgefährlich. Aids-Patienten erkranken oft auch an verschiedenen Haut- und anderen Krebsarten.

Nach bisherigen Erfahrungen leben von hundert Aids-Patienten ein Jahr nach Krankheitsausbruch noch fünfzig, nach zwei Jahren noch zwanzig, nach fünf Jahren noch zwei. Neue Medikamente können die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und das Leben verlängern. Dank intensiver weltweiter Forschung werden künftig immer bessere Medikamente für HIV-Positive und für Aidskranke erhältlich sein. Doch ein eigentliches Heilmittel ist zur Zeit leider nicht in Sicht, ebensowenig eine Schutzimpfung.

© Christian Bachmann

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